Die Seele ist der Spiegel in Worten und Bildern

Pinselpoeten

 

 

 

 

 

 Wir möchten uns bei all den lieben Menschen bedanken, die uns hier regelmäßig besuchen und ihre Anteilnahme bekunden. Trotz meiner Blindheit, an die ich mich gewöhnt habe und wie ein sehender Hund lebe, spiele. Neuigkeiten von Kassandra und mir können alle weiterhin hier verfolgen. Musik gibt es auch hier ganz unten.

 

 

Januar 2010

CLEO & KASSY

KASSY erzählt:

Inzwischen ist so Einiges passiert. Wir hatten Ferien auf dem Bauernhof und jede Menge Spass. Vor allem unsere Freunde sind 5 mal größer als wir. Da ist der Dalmatiner der in Cleo unsterblich verliebt ist und der andere Mischlingsrüde der immer aufpasst, dass uns bloß nichts zustößt. Alles in Allem waren es für uns tolle Ferien mit viel Schnee und leider auch sehr kalt. Man bemerkt gar nicht mehr, dass Cleo blind ist. Sie meistert ihr neues Leben so fantastisch, dass Frauchen Fremde darauf aufmerksam machen muss, damit sie nicht ausversehen über sie stolpern, wenn sie sich mal wieder irgendwo in den Weg gestellt hat. Ich bin stolz auf sie und freu mich, dass es ihr so gut geht. Ausser wenn Frauchen nicht da ist, da leidet sie mehr als ich. Ich such mir immer schnell ein paar  Leute, die ich für meine Streicheleinheiten nutzen kann, die mich den ganzen Tag spazieren tragen. Ach wie ist das Leben schön. Aber das mit dem Rumtragen mag ich nicht wirklich. Ich  tobe viel lieber im Schnee. Sogar Cleo gefällt das wenn wir auf dem freien Feld sind und sie ungestört laufen und rennen kann.

CLEO erzählt:

In der Tat waren unsere Ferien schön, aber nicht so schön wie zu Hause. Auf meinem eigenen Sofa  fühl ich mich am wohlsten. Ich teile nicht gerne mein Kuschelkissen mit anderen Artgenossen. Außerdem riechen große Hunde immer sehr streng. Ich bin da sehr penibel. Naja eben eine Dame mit Stil. Deswegen hat Frauchen mir auch gleich nach unserer Ankunft zu Hause, ein Bad eingelassen. Ich trinke auch nicht aus schmutzigen Wassernäpfen. Kennt Ihr das? Im Sommer haben manche Gaststätten für Hunde draußen einen Wassernapf stehen. Meist sind die so schmutzig, da baden noch nicht mal Fliegen drin. Kassy mag es auch nicht. Mein Instinkt sagt mir, bloß Nase weg. Nur weil ich ein Hund bin, muss ich ja nicht Dreck trinken. Anderes Thema.

Nun weiß ich endlich, was mit dem Ausdruck gemeint ist, " Da sagen sich die Füchse gute Nacht". Kassy hat mal wieder den Vogel abgeschossen um nicht zu sagen den Fuchs. Es war unser Abendspaziergang als Kassy plötzlich verschwand. Ich stand neben Frauchen und hörte noch Schreie: " Kaaaaaassssssssyyyyyy, komm zurück." Da ich nichts sehe, verstand ich die Aufregung erst nicht. Außerdem stand ich so dicht neben Frauchen, dass ich die Witterung des ankommenden Tieres zu spät wahrgenommen habe. Kassy hatte einen Fuchs gesichtet und gejagt, quer über das Feld. Es war dunkel somit gab Kassy irgendwann auf. Nach fünf Minuten kam sie völlig erschöpft zurück. Frauchen hatte mich zuvor schnell zurückgebracht, so dass ich nicht allein rumstehe. Oder eventuell auch noch eine solche Begegnung mache. Danach war sie sauer auf Kassy. Doch nicht lange, denn sie war selbst schuld, wie sie sagte. Hätte ihr ja eine Leine ummachen können. Frauchen mag es nicht, wenn wir an der Leine laufen. Wir ehrlich gesagt auch nicht. Denn erstens ist es hinderlich, zweistens lieben wir unsere Freiheit beim Laufen wie die Menschen. Nachdem wir dann zurück kamen, war der Ärger und der Schreck des Moments mit dem Fuchs für Frauchen wieder vergessen. Für Kassy sowieso. Sie jagt alles was fliegen und laufen kann. Mal sehen was ihr als nächstes einfällt. Kassy ist immer für Abenteuer zu haben.

Bis bald Eure Cleo und Kassy